GUTE BÜCHER - STARKE TEXTE

JUNGE AUTOREN UND IHRE DEBÜTS

NEWs

09/16/17

Frankfurter Buchmesse 2017

11.-15.10.2017

Halle 4.1-F98 (Standnummer)

09/16/17

Neuerscheinung zur Buchmesse 2017

Torsten van de Sand

Robertos endlose Reise

ISBN: 978-3-931140-44-1

Killroy Media, 2018

Killroy Roman

584 Seiten

BLITZ!

01/2002 Die FRÖSI-Bande

Ein großes Stück Leben Slam Poeten (oder wie auch immer sie sich bezeichnen mögen) sind intelligente und empfindsame Kerle, die sich hart und skrupellos gebärden. Ficken, Fotzen, Kotzen muß sein - und ohne Kloppe, Knast und Drogen geht auch nichts. Daß zwischendurch reichlich Alkoholika geschüttet werden, versteht sich von selbst. "Die FRÖSI-Bande" ist so gesehen ein kleiner Haufen Slam Poeten, Christian Wolter alias Ich-Erzähler Henry Haschke zugleich Autor und literarische Figur. Denn Henry Haschke aus Dohlenort, gemeint damit ist das mecklenburgische Krakow am See, erzählt uns die Geschichte, wegen der er in der Nervenklinik Rostock-Gehlsheim Aufnahme fand. Dabei ist Henry nicht verrückt, hat im Gegenteil ganz vernünftige Ansichten, fährt zum Fußball (Hansa Rostock), interessiert sich für reifere Frauen, die ihm das Leben leichter machen sollen, und hängt ansonsten mit der 'FRÖSI-Bande' rum. Die nennt sich nicht wirklich so, im Buch jedenfalls taucht der Name so gut wie gar nicht auf, und besteht neben Henry aus seinem Cousin Stoppel und dem aus Westberlin zugezogenen Pseudo-Anarcho Sid Mayer. Die drei versuchen im Mecklenburg der heutigen Zeit über die Runden zu kommen und beginnen eines Tages, eher symbolische als zweckmäßige Anschläge zu verüben, auf die Mercedes-Niederlassung im örtlichen Gewerbegebiet, auf eine Großbank-Filiale und ein Gebäude des Staates. Henrys Stiefvater ist lustigerweise Ober-Bulle (und Altlast) in Dohlenort ... Christian Wolter (in seinen Leipziger Kreisen 'Wolti' genannt) notierte ein großes Stück authentischen Lebens - und da geht's nicht ohne Kotzen und die anderen Sachen ab - er ist ein Beobachter, schreibt fesselnd und vermag seine Leser zu ängstigen und zu erheitern. Politiker sollten manch Woltersche Situation mal ernsthaft zur Kenntnis nehmen, aber das machen die sowieso nicht! Macht ihr es, seid so intelligent und empfindsam, ihr müßt es ja nicht zeigen ...

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